Bevor wir unsere Barabu Tore Ende Juli für zwei Wochen schliessen, möchten wir Ihnen einen kleinen Rückblick der vergangenen Wochen und Monate geben. Der Winter bescherte uns weisse Pracht und der Frühling präsentierte sich farbenfroh und bunt. Die Gruppen haben passend zu den Jahreszeiten viele abwechslungsreiche Aktivitäten im und rund um das Haus unternommen. 

Die Zeit vor den Sommerferien und danach ist für viele Kinder mit Änderungen verbunden. Einige der Kleinen wechselten zu den Grossen und wiederum kamen die Grossen in den Kindergarten.

"Wir möchten, dass der grosse Schritt in die Welt der Grossen, schon zuvor in vielen kleinen Schritten geübt wird". 

Übergänge sind in der Entwicklung von Kindern sehr prägende Situationen und stellen für sie eine grosse Herausforderung dar. Es ist wichtig den Übergang gut vorzubereiten und zu begleiten. Ein Kind dessen Eingewöhnung sanft verlaufen ist wird sich auch längerfristig wohl fühlen. Manche Kinder bleiben leichten Herzens in der Krippe, andere haben Mühe sich zu trennen. Wichtig ist, dass sich jedes Kind in seinem eigenen Tempo an die neue Umgebung, Betreuungspersonen, die vielen Kinder und neuen Tagesablauf gewöhnen kann. Die Kinder brauchen genug Raum und Zeit um Vertrauen in die neue Situation aufzubauen. Bei der Entscheidung des passenden Zeitpunkts für den  Gruppenwechsel berücksichtigen wir den jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder. 

Bald schliesst die Chinderinsle Barabu für dieses Jahr ihre Türen. Bevor wir uns in die Weihnachtspause verabschieden, möchten wir alle Leser und Leserinnen mit diesem Newsletter in die Vergangenheit versetzten.

Seien Sie gespannt wer Pilliplatsch, Schnatterinchen und Moppi sind und warum die Bodenwelle bei den Kindern nach wie vor hoch im Kurs steht.

Nach einem ereignisreichen Jahr sind wir in der etwas ruhigeren Jahreszeit angekommen. Wir schauen auf die letzten Wochen und Monate zurück und erzählen von den vielen Aktivitäten. Wir wünschen allen Kindern, den Eltern, den Mitarbeitenden und Mitwirkenden schöne Ferien, besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

News der Leitung

Betriebsferien

Liebe Eltern

Unser Räbeliechtliumzug vom 4. November 2019 war ein voller Erfolg. Vielen Dank allen Eltern, welche sich mit ihren Kindern daran beteiligten. Ein grosses Dankeschön auch an unsere beiden Lernenden Sarah und Samuel, welche den Räbeliechtliumzug organisiert haben.

Die Chinderinsle Barabu bleibt vom 24. Dezember 2019 ab 16.00 Uhr bis und mit 2. Januar 2020 geschlossen. Wir freuen uns, Ihre Kinder ab 3. Januar 2020 wieder betreuen zu dürfen. Die nächsten Betriebsferien der Chinderinsle sind in den Sommerferien vom 20. Juli bis 2. August 2020. Der Ferienplan für das Jahr 2020 wurde bereits auf unserer Homepage aufgeschaltet.

News aus den Gruppen

Nach der Sommerpause erwachte die Chinderinsle Barabu. Die Kindergruppen ertönten mit Kindergeplauder, Lachen und fröhlichen Gesichtern. Viele Kinder starteten ins Kita-Leben und wissenshungrige Lernende wechselten die Gruppen, um neue Erfahrungen mit einer anderen Altersgruppe zu machen. Zudem startete Justin Lange ins 1. Lehrjahr und Amenda Kolgecaj in das einjährige Praktikum.

Im pädagogischen Alltag bedeuteten die neuen Gesichter eine Herausforderung für die Kinder. Die Beziehungsarbeit und Vertrauen aufbauen standen im Vordergrund. So war es wichtig, dass die Kinder im Freispiel die neuen Spielpartner in Ruhe beobachten und kennenlernen konnten und die Lernenden mussten feinfühlig zu den Kindern Kontakt aufnehmen und sich ihr Vertrauen erarbeiten. Es gab Kinder, denen fiel es einfacher, sich auf ein Spiel einzulassen und waren der neuen Person gegenüber offen. Es gab aber auch Kinder, welche sich fest an ihren Bezugspersonen orientierten und da war wichtig, dass sie die Sicherheit von ihnen erfuhren und sich langsam an die neuen Betreuerinnen und Betreuer annähern durften. Dies war ein ganz achtsamer Prozess und musste mit Sorgfalt im Tagesablauf eingeplant und strukturiert werden. Die Kinder fühlten sich bald wohl und kamen gerne ins Barabu, ihnen war nun alles vertraut und sie konnten sich ihrem Lernfenster zuwenden. 

Unsere pädagogische Arbeit richtete sich von nun an auf die Beobachtungen der Kinder damit individuelle, verschiedene und vielseitige Angebote durchgeführt werden konnten. Diese Angebote werden spielerisch und auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet, damit jedes Kind das mitnehmen kann, was es gerade in seiner Entwicklung braucht. Sei dies in der Sprachentwicklung, in der kognitiven Entwicklung, in der Sozialentwicklung oder in der Motorik. 

Jede Gruppe erarbeitete ihre eigenen Themen aus den Beobachtungen der Kinder heraus und die Lernenden wurden im Alltag in die verschiedenen Bereiche einer oder eines FaBe/s eingeführt. Die Lernenden durften an der diesjährigen Berufsmesse ihr Können und Wissen unter Beweis stellen. Sie waren alle motiviert dabei und zeigten so viel Freude, unseren Beruf den jungen Schülern zu erklären, dass sie tatsächlich den 3. Platz bei der Prämierung erreichten, welchen sie mit dem Stand des Berufes Fachmann/Fachfrau Gesundheit im Bereich Spitex teilten. Ihr Preis war ein Gutschein für das Alpamare.

Neben der Berufsmesse, welche sehr viel Vorbereitungs- und Planungszeit in Anspruch nahm, wurde auch auf den Gruppen einiges angeboten. 

Auf der Gruppe Seestärne wurden Experimente je nach Entwicklungsstand erarbeitet. Sie testeten die verschiedenen Sinne, indem sie verschiedene Gegenstände ertasteten, mit diversen Materialien kneteten, Farben mischten, verschiedenste Düfte rochen und versuchten, mit dem Gehör unterschiedliche Klänge zu erkennen. 

Bei den Seepferdli wurde ein grosses Augenmerk auf die Sprachentwicklung gelegt. Es ist immer wieder ein kleines Wunder, dass Kinder anscheinend ohne grosse Mühe sprechen lernen. Sie lernen diese Sprache allerdings nicht „von selbst“- ganz im Gegenteil! Die Voraussetzung für einen ungestörten Spracherwerb beginnt bereits in der Schwangerschaft. Hierbei entwickelt das noch ungeborene Kind seine biologischen Anlagen, um Sprache erwerben und anwenden zu können. Nach der Geburt kommt die sprachliche Zuwendung der Eltern, Geschwister, Verwandten und anderen Menschen, wie auch, uns dazu. Der Spracherwerb beginnt also, bevor das Kind selbst sprechen kann. Sprachförderung bedeutet nicht nur, mit den Kindern zu sprechen, sondern auch zu singen, Versli zu machen, Geschichten zu erzählen, Bücher anzuschauen und Mundübungen oder motorische Angebote durchzuführen. Sie findet überall im Alltag statt, sei es im Morgenkreis, wo wir mit den Kindern schauen, wer alles da ist, oder im Freispiel beim gemeinsamen Spielen oder in Konfliktsituationen unter den Kindern. Der Spracherwerbsprozess ist kein isolierter Vorgang, sondern muss als Teil der Gesamtentwicklung des Kindes verstanden werden. Dabei beeinflussen sich sensomotorische, motorische, kognitive, emotionale und soziale Entwicklungsprozesse gegenseitig.

 

Die Kinder machten lustige Spiele, um die Mundmotorik zu stärken und durften zum Beispiel Watte durch einen Strohhalm wegpusten und Seifenblasen machen. Die Luft durch das Röhrli wegzupusten war viel schwieriger, als die Luft einzuatmen, aber als es dann klappte und sich die Watte und die Seifenblasen bewegten, war die Freude umso grösser. 

Da die Beziehungsarbeit auch bei der Sprachentwicklung eine grosse Rolle spielt, lernten die Kinder anhand eines selbst gemachten Memorys mit Fotos der Betreuer und Betreuerinnen die Gesichter besser kennen und übten, die Namen dieser auszusprechen. Da Tiere immer sehr faszinierend für Kinder sind, erzählten sie ihnen spannende Geschichten über Hunde, Katzen und Hühner und versuchten auch, die Geräusche und Bewegungen der einzelnen Tiere nachzuahmen.

Auf der Gruppe Zwirbelwind boten sie täglich ein Angebot anhand der Bedürfnisse der Kinder an, so entstanden farbige Wassermalwerke und aus Kapplasteinen wuchsen riesige Türme. Die Kinder bemerkten mit Erstaunen, dass sie alle verschieden grosse Hände haben, da sie farbige Handabdrücke machten. 

Da die Zwirbelwind-Kinder einen grossen Bewegungsdrang verspürten, erforschten sie aktiv und mit riesiger Freude die umliegenden Spielplätze und balancierten, hüpften und kletterten durch einen grossen Bewegungsparcours im Bewegungsraum, wodurch sie ihren Gleichgewichtssinn trainierten.

Leise und mit vielen Sonnenstrahlen schlich sich langsam der Herbst ins Barabu ein. Bei den Seepferdli und Seestärnen wurde diese Jahreszeit in einem Projekt mit verschiedenen Angeboten erlebt. Die Handpuppe, ein Igel namens Piks, begleitete die Kinder in jedem Angebot. Die Kinder fühlten vorsichtig, wer sich im Körbchen unter vielem Laub versteckt. Es befand sich eine Stachelkastanie darin und als die Kinder vorsichtig hinein fassten, riefen sie „ein Igel“ oder sagten „Piks“, so erfuhren sie, wie sich ein Igel anfühlt, nämlich stachelig. Die Kinder durften spielerisch ihr Wissen über den Igel auffrischen oder erlernen, indem sie auf allen Vieren langsam und schnell durchs Zimmer huschten oder Weinbeeren assen, ohne ihre Hände zu gebrauchen. Auf dem Spaziergang fanden die Kinder viele Naturmaterialien, welche sie dann im Barabu zu einem Memory zusammenstellten und mit Eifer auf Papier klebten. Mit den restlichen Naturmaterialien gestalteten die Seepferdli-Kinder Herbstbilder und tanzten danach einen Herbstblättertanz. Die kleinen Hände der Kinder wurden durch braune Abdrücke viele kleine Igel-Stacheln und mit den Füssen machten sie ein Gemeinschaftsbild-Igelnest. Im Garten konnten die Kinder direkt sehen, wie die farbigen Blätter langsam von den Bäumen fielen und freuten sich über die grossen Blätterhaufen. Dazu sangen wir das Lied „Rot und gäli Blettli“ und bewegten unsere Hände wie kleine Blätter, die zu Boden fielen. In einem grossen Becken sammelten sie das Laub und genossen ein Blätterbad, welches mit passenden Herbstliedern begleitet wurde. Auch Bilderbücher vom kleinen Igel fanden reges Interesse.

Am Schluss des Projekts sah man neue Dekorationen im Zimmer und die Projekttagebücher an der Garderobe, welche mit vielen Fotos die Highlights der Sequenzen zeigten. Diese Projektwand im Gang erzählt noch genauer vom Kita-Alltag und ist für manche Eltern oft eine interessante Lektüre. 

Natürlich hielt der Herbst auch bei der Gruppe Zwirbelwind Einzug und damit die Kinder für den Räbeliechtli-Umzug gut vorbereitet waren, übten sie fleissig die Lieder „Räbeliechtli, wo gahsch hii“, „Ich gahn mit minere Laterne“ und „Räbeliechtli, Räbeliechtli“. 

Zur Abwechslung der Tischangebote durften die Kinder ihre Feinmotorik und ihre mathematische Kompetenz üben, indem sie mit einer Pinzette verschieden farbige Ponpons auf eine Raupenvorlage legten und dabei die Bauchteile zählten. Die Kinder mussten sich sehr konzentrieren und waren umso stolzer auf das Ergebnis. In der Bewegungslandschaft sortierten sie nach einem ausgiebigen Spielen die Elemente nach Farben in die verschiedenen Ecken. Die Zwirbelwind-Kinder zeigten viel Interesse und Engagement bei Buchstaben-Erkennungsübungen und bei Zahlen-Zuordnungs-Spielen. 

Natürlich kam auch das Freispiel nicht zu kurz. Denn das Freispiel hat einen grossen Stellenwert bei uns in der Chinderinsle, da das Kind selbstbestimmend handeln kann, Beobachtetes nachahmen und soziale Kontakte knüpfen kann. Das Kind wählt selber ein Spielmaterial aus, gestaltet den Ablauf und bezieht oft frei gewählte Spielpartner mit ein. Im Freispiel erforscht das Kind seine Umwelt, es entstehen beispielsweise Rollenspiele oder Bautätigkeiten mit verschiedensten Materialien und deswegen hat das Freispiel eine wesentliche Bedeutung für die Entwicklung des Kindes. Das Kind kann seine Stärken entfalten, neue Fähigkeiten an sich entdecken und Grenzen testen. Das Freispiel befriedigt ihre Neugier, ihren Nachahmungstrieb, die emotionalen Bedürfnisse und den Bewegungsdrang. 

Jeweils alle zwei Monate wird in der Bibliothek Bonstetten ein Bücherstart angeboten. Jemand erzählt eine Geschichte und bezieht die zuschauenden Kinder mit ein, indem sie sich viel bewegen, passende Lieder dazu singen und die Bilderbuchseiten genau betrachten. Einige Kinder der Seestärne-, Seepferdli- und der Zwirbelwind-Gruppe durften mit den Betreuern daran teilnehmen und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. 

Nach dem grossen WM-Fussballfinale, welches eifrig mitverfolgt wurde und daraus tolle Aktivitäten entstanden sind, wurde es in der Chinderinsle Barabu etwas ruhiger. Kinder, welche in den Kindergarten wechselten, konnten sich von ihren „Gspändli„ während unserem Sommerfest im Juli und beim beliebten Krippenschlafen, welches wieder ein grosser Erfolg war, verabschieden.

Chinderinsle Barabu

Stationsstrasse 4
8906 Bonstetten

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